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Absturz eines Segelfliegers legt Flugplatz lahm
 

 

Erst wenn die Ursache des Unglücks vom Wochenende geklärt ist, starten wieder Flieger in Neuhausen. Für die abgestürzten Piloten besteht keine Lebensgefahr.

Die am Sonnabend in der Nähe des Verkehrslandeplatzes Neuhausen bei Cottbus abgestürzten Piloten eines Motorflug- und Segelflugzeuges hatten Glück im Unglück. „Trotz schwerer Verletzungen besteht für die beiden Insassen des Segelflugzeugs keine Lebensgefahr“, sagte der Geschäftsführer der Flugplatzgesellschaft Cottbus/Neuhausen, Alfred Orphal.

Die 52- und 68-jährigen Sportler wurden mit Lendenwirbel-, Brustbein- und Rippenbrüchen ins Cottbuser Carl-Thiem-Klinikum eingeliefert und sind operiert worden. „Sie liegen beide in einem Krankenzimmer und ihnen geht es den Umständen entsprechend gut“, erklärte Orphal. Mitglieder des Neuhausener Luftsportvereins haben ihre verunglückten Kameraden bereits besucht. Der 54 Jahre alte Pilot des Motorflugzeugs vom Typ „Pieper 25“ trug bei dem Unfall nur leichte Verletzungen davon und konnte bereits am Unglückstag aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Inzwischen ermitteln Experten der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchungen Braunschweig den Unfallhergang. Am Sonnabendmittag war es beim Schlepp des zweisitzigen Seglers durch die „Pieper“ zu dem Unglück gekommen. „Mitten in der Aufstiegsphase hat es unvorhersehbare Turbulenzen gegeben“, sagte der Geschäftsführer. Ob zu diesem Zeitpunkt der Segelflieger bereits ausgekoppelt war, müssen die Ermittlungen ergeben. Das Seil wurde jedenfalls in der Nähe der Unglücksstelle gefunden. Während der Segler beim Absturz in einer Höhe von etwa vier Metern mit einem Haus und Bäumen kollidierte, stürzte das Motorflugzeug unweit davon an einer Straße ab. „An beiden Flugzeugen entstand Totalschaden“, so Orphal. Ermittelt werde gegenwärtig in allen Richtungen. Als Unglücksursache komme technisches, aber auch menschliches Versagen in Frage. Bis zu einem endgültigen Ergebnis ruht jeglicher Segelflugverkehr auf dem Verkehrslandeplatz in Neuhausen.

Auf dem Verkehrslandeplatz bei Cottbus hatte erst vor zwei Wochen die neue Flugsaison begonnen. Der rund 90 Mitglieder zählende Luftsportverein hatte dabei sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert. Der teure Hochleistungssegler vom Typ „Janus“ war ebenso, wie die anderen Fluggeräte, vor dem Saisonstart gewartet und technisch überprüft worden.

Quelle: SZ

 
Dienstag, 04. Mai 2010 13:06 39
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